Konzept der koedukativen und vollstationären Kinder- und Jugendwohngruppe mit 9 Plätzen

Gesetzesgrundlagen:

§§ 27ff in Verbindung mit § 34 und § 41 SGB VIII

Platzzahl:

9 Plätze

Aufnahmealter:

6 – 12 Jahre (nach Einzelfallprüfung auch jünger oder älter)

Zielgruppe:

Kinder und Jugendliche mit:

  • Soziale und kognitive Vernachlässigung
  • Entwicklungs- und Persönlichkeitsstörungen
  • Erfahrung mit psychischer, sexueller und/oder physischer Gewalt
  • Traumatisierende Erfahrungen
  • Beziehungs- und Bindungsstörungen
  • Entwicklungsbeeinträchtigungen (FAS, FAE)
  • Konzentrations- und Lernschwierigkeiten

Ziel und Dauer der Unterbringung:

Es werden überwiegend Kinder/Jugendliche aufgenommen, für die voraussichtlich eine Rückführung mittelfristig ins Elternhaus möglich erscheint, aber auch bis zur Verselbständigung bei uns leben werden.

Konzeptionelle Besonderheit:

  • Intensive Familienarbeit
  • Gelebte Partizipationskultur und Wertschätzung
  • Netzwerkarbeit und aktive Sozialraumintegration
  • Regelmäßige Fahrten nach Schweden

Personelle Ausstattung:

Leitend und pädagogisch tätig ist Frau Petra Ripberger. Eine 24-h Betreuung (ggf. auch durch Rufbereitschaft) wird durch weitere päd. Fachkräfte gewährleistet. Neben der Mindestqualifikation staatl. anerk. Erzieher/in oder Sozialpädagogen/in bzw. Sozialarbeiter/in liegen passende Zusatzqualifikationen der Zielgruppe entsprechend (z.B. Traumapädagogik, Systemische Familientherapie) vor. Die Betreuungsintensität liegt bei 1 : 1,7.

Räumlichkeiten und Umgebung:

Für Jugendhilfezwecke eigens renoviertes Einfamilienhaus mit Garten in ländlicher Siedlungslage im Vorort Erpen im Kreis Heinsberg. Eine Bushaltestelle ist direkt hinterm Haus und somit sind Städte mit nötiger Infrastruktur gut erreichbar (Schulen, Ärzte, etc.).

Übersicht Grundleistungen:

  • Aufnahmeverfahren und kontinuierliche Hilfeplanung
  • Tagesstruktur und Alltagsgestaltung
  • Individuelle Förderung (Sozialkompetenzen, Kulturtechniken, motorische Fähigkeiten, lebenspraktische Fähigkeiten und Selbstkompetenzen)
  • Freizeitgestaltung (z.B. Mitgliedschaft in Vereinen) , individuelle und gruppenorientierte Ferienfreizeiten
  • Gesundheitliche Vorsorge
  • Schulische und berufliche Förderung
  • Eltern- und Familienarbeit
  • Zusammenarbeit mit Fallführung, Vormund und zuständigen päd. Fachkräften
  • Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten und Kinderschutzambulanzen
  • Verselbständigung
  • Partizipation und Beschwerdemanagement
  • Supervision, Fachberatung
  • Dokumentation, Qualitätssicherung